Fluchtwegsysteme

Warum Fluchtwegsysteme?

Ein Fluchtweg ist dazu da, den Ort der Gefahr über eben jenem Wege schnell und sicher zu verlassen.

Und hier liegt das Problem: Die Idee einen Fluchtweg wie eine Einbahnstrasse zu betrachten, die einen sicher weg von der Gefahr bringt, ist ein verlockender Gedanke. Leider wird das nicht von allen so gesehen. Die Einbahnstrasse ist für sie eine Zweibahnstrasse, mit dem Ziel unerlaubten Zutritt zu fremden Terrain zu erhalten. Aus diesem Grund wird der Wunsch des Betreibers einer Firma, eines Gebäudes oder einer öffentlichen Einrichung nach Sicherheit gegen aussen (Diebstahl, Terror) mit dem Wunsch nach Sicherheit gegen innen (Feuer, Massenpanik) kollidieren.

Wie funktionieren Fluchtwegsysteme? Ein Fluchtwegsystem besteht aus einem Terminal mit beleuchtetem Nottaster und einem Verriegelungselement. Das Verriegelungselement ist entweder ein Haltemagnet oder ein Fluchttüröffner. Die Tür muß einen Fluchttürverschluß besitzen.

Im normalen Betrieb hält der Magnet (oder der Fluchttüröffner) die Tür zu. Im Gefahrenfalle wird auf den Nottaster geschlagen, der dann einrastet. Er unterbricht unverzüglich die Spannungsversorgung des Verriegelungselementes und die Tür wird durch betätigen des Panikverschlusses begangen. Fluchtwegsysteme arbeiten nach dem Ruhestromprinzip, d. h., Spannung weg -> Tür offen.

Sonderform: Fluchtweg mit beidseitiger Fluchtrichtung Fluchtwegsysteme können mit Zugangskontrollen zum Zwecke der häufigen Begehbarkeit kombiniert werden. Sie besitzen drei Betriebsarten: Dauerverriegelt, Daueroffen, Einzelbegehung mit anschließender Wiederverriegelung.

Richtlinien: Fluchtwegsysteme müssen mindestens einmal im Jahr auf ihre 100%tige Funktionsfähigkeit überprüft werden. DIBT-Richtlinie (EltVTR). Hier wird definiert wie ein elektrischer Türverschluß in Flucht- und Rettungswegen anzubringen ist.

Für die Planung, Projektierung und den anschließenden Betrieb gelten:

Harte Faktoren

  • Bestandsschutz oder Neubau (EN 1125 oder EN 179)
  • Montagefreundlichkeit (dürfen nach dem 3. Mal Aufschrauben nicht auseinanderfallen)
  • muß die Inbetriebnahme unterstützen

Weiche Faktoren

  • Vernetzbarkeit zum Zwecke der Online-Überwachung
  • OCBD-Schnittstellen

Zerifizierte Partner

Bei der Umsetzung sichererer Fluchtwegsysteme arbeiten wir mit der Firma "Dorma" zusammen.